Bachlauf selbst bauen: Mit Bachlaufschalen kinderleicht!
Ob mit oder ohne Anbindung an einen Teich: Dank sogenannter Bachlaufschalen kann man einen Bachlauf ganz einfach selbst bauen. Wir verraten Ihnen, wie’s geht.

Ein Bachlauf ist ein interessantes Gestaltungselement und eine tolle Ergänzung für den Gartenteich – mit Bachlaufschalen ist er zudem im Handumdrehen selbst gebaut
Ob als Highlight für den Gartenteich, als Hingucker für die Terrasse oder als besonderes Gestaltungselement im Garten – ein Bachlauf ist ein Traum vieler Gärtner. Doch er muss kein Traum bleiben, denn mit etwas Know-how kann man einen Bachlauf ganz einfach selbst bauen. Ob natürlich mit großen Kieselsteinen gestaltet oder mit Bachlaufschalen aus dem Handel: Bei der Gestaltung und den Materialien der Wasserlandschaft sind Ihrer Fantasie keine Grenzen gesetzt. Unser Tipp: Wer einen natürlich wirkenden Bachlauf bevorzugt, sollte eine leicht geschwungene Form, die mit kleinen Ausbuchtungen versehen ist, bevorzugen.
Ein Bachlauf lässt sich mit speziellen Bachlaufschalen oder Teichfolie bauen. Außerdem benötigt man eine Pumpe und einen Schlauch, der das Wasser von der Pumpe zur Quelle transportiert. Wer kein natürliches Gefälle im Garten hat, kann es mit Erde und Sand selber herstellen. Modellieren Sie das Gemisch stufenförmig, um die Bachlaufschalen gut einzupassen. Kiesel verleihen zusätzliche Stabilität.
Wie kann man einen Bachlauf bauen?
Als besonders vorteilhaft erweist sich ein stufenförmiger Aufbau. So bleibt in den Terrassen auch nach dem Abschalten der Pumpe immer etwas Wasser zurück, das die Pflanzen vor dem Austrocknen schützt. Als Materialien kann man Teichfolie oder sogenannte Bachlaufschalen verwenden. Im Gegensatz zu den Bachlaufschalen, ist die Gestaltung des Bachlaufes mit Teichfolie nicht nur preisgünstiger, sondern bietet auch zahlreiche Variationsmöglichkeiten in Bezug auf Form und Größe. Für den Bachlauf mit Teichfolie sind eine Tiefe von 10 bis 20 Zentimetern und eine Breite von 20 bis 40 Zentimetern gute Orientierungswerte, die je nach persönlichen Vorlieben natürlich variabel sind. Der Nachteil: Der Bau eines Bachlaufs mit Teichfolie ist sehr aufwändig.
Mit sogenannten Bachlaufschalen wird es dagegen zum Kinderspiel, einen Bachlauf selbst zu bauen. Die Schalen sind quasi vorgefertigte Teile, die man einzeln oder als Bausatz erwerben kann und beliebig kombinieren beziehungsweise erweitern kann. Die einzelnen Schalen werden dann nur noch platziert und zusammengesteckt und schon ist der Bachlauf fertig. Je nachdem wieviel Geld man ausgeben möchte, kann man sich zwischen Bachlaufschalen aus Kunststoff, Beton, Edelstahl oder Naturstein entscheiden.
Grundsätzlich wird für den Betrieb eines Bachlaufes eine Pumpe benötigt, die im angrenzenden Teich beziehungsweise im Auffangbehälter platziert wird. Zur Ermittlung der passenden Pumpenleistung ist die Beratung eines Fachverkäufers empfehlenswert. Generell sollten Sie aber darauf achten, dass es sich um eine Teichpumpe handelt, die auch Schmutzpartikel fördert. Auf diese Weise kann man sich nämlich die lästige Reinigung von Filterschwämmen ersparen. Der Schlauch, der das Wasser von der Pumpe zur Quelle transportiert, muss dagegen knickfest sein und sollte einen Innendurchmesser von 3/4 Zoll (20 Millimeter) bis 1 1/2 Zoll (40 Millimeter) haben. So wird die Leistung der Pumpe voll genutzt.
Bachlauf mit Bachlaufschalen bauen: So geht’s
Legen Sie zunächst die Bachlaufschalen an einem nicht zu sonnigen Standort in passender Reihenfolge aus. So erkennen Sie schnell, welche Formen für Ihren Bachlauf infrage kommen und wie viel Platz dafür benötigt wird. Achten Sie zudem darauf, dass sich die Elemente um mehrere Zentimeter überlappen. Diese Überlappungen sorgen für einen verlustfreien Wasserlauf – und das Wasser wird später herrlich herunterplätschern.

Bevor man den Bachlauf baut, sollte man die Bachlaufschalen einmal zusammensetzen und auslegen, um den Platz zu bemessen
Nun kommt der etwas schwierigere Teil, denn zur Anlage des Bachlaufs benötigt man ein Gefälle. Da nicht jeder Garten über ein natürliches Gefälle verfügt, müssen Sie dieses gegebenenfalls künstlich herstellen. Am besten geht das mit einem Gemisch aus Erde und Sand, dass Sie zu einem kleinen Wall aufschütten. Anschließend modellieren Sie das Gemisch stufenförmig, sodass Sie die Bachlaufschalen später gut einpassen können. Vor dem Auflegen der Bachlaufschalen sollten Sie den Boden darunter möglichst gut verdichten, damit es zu keinen nachträglichen Verschiebungen kommt. Um die einzelnen Elemente sicher zu befestigen, werden sie mit Sand und Erde unterfüttert.

Befindet sich, wie hier, bereits ein vormontierter Schraubanschluss in der Bachlaufschale, wird das Anbringen des Wasserschlauches zum Kinderspiel
Bei der Deko kann man seiner Fantasie freien Lauf lassen und den Bachlauf so gestalten, dass er zum Rest des Gartens passt. Eine Möglichkeit sind zum Beispiel große Kiesel, die innerhalb und an den Seiten der Schalen angeordnet werden. Richtig platziert, verleihen sie der Anlage zusätzliche Stabilität. Der Platz zwischen den Steinen und den Wandungen des Bachlaufs ist ideal, um Pflanzen sicher zu verankern.
Pflanzen geben dem Bachlauf Natürlichkeit
Im Wasser fühlen sich kleinere Sumpfpflanzen wie die Sumpfdotterblume wohl. Zum Schutz vor Auswaschung sollten die Pflanzen in kleine Mulden oder in Körbe aus Kunststoff oder Jute gesetzt werden. Für den angrenzenden trockenen Bereich sind sogenannte Uferrandgewächse zu empfehlen. Gehölze hingegen sind ungeeignet, da ihre Wurzeln zu Schäden an Folie oder Fertigelementen führen können.