Garten-Silberwurz
Dryas x suendermannii
An einem sonnigen Standort bildet der starkwüchsige Zwergstrauch üppige Blütenteppiche. So pflanzen und pflegen Sie Dryas x suendermannii richtig.
Steckbrief
- Wuchstyp
-
- Zwergstrauch
- Wuchshöhe
- von 5 cm bis 15 cm
- Wuchsbreite
- von 20 cm bis 30 cm
- Wuchseigenschaften
-
- flachwüchsig
- polsterbildend
- teppichbildend
- Blütenfarbe
-
- gelb
- weiß
- Blütezeit (Monat)
-
- Mai bis Juni
- Blütenform
-
- Einzelblüte
- Blattfarbe
-
- grün
- mehrfarbig
- Blattform
-
- elliptisch
- gesägt
- Blatteigenschaften
-
- immergrün
- Fruchtform
-
- Nussfrucht
- Licht
-
- sonnig
- Bodenart
-
- steinig bis lehmig
- Bodenfeuchte
-
- mäßig trocken bis frisch
- Kalkverträglichkeit
-
- kalkliebend
- Nährstoffbedarf
-
- nährstoffreich
- Humus
-
- humusreich
- Zier- oder Nutzwert
-
- Blütenschmuck
- Blattschmuck
- Giftigkeit
-
- ungiftig
- Winterhärte
-
- winterhart
- Klimazonen nach USDA
-
- 3
- Lebensbereiche
-
- ST1
- ST2
- Verwendung
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- Bodendecker
- Dachbegrünung
- Grabbepflanzung
- Gartenstil
-
- Dachgarten
- Steingarten
Herkunft
Die Garten-Silberwurz (Dryas x suendermannii) gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Der Gattungsname Dryas geht auf das lateinische Wort "Dryas" für Baumnymphe zurück. Die zart wirkenden, immergrünen Silberwurz-Arten sind keine Stauden, sondern zählen zu den Zwergsträuchern. Sie wachsen ursprünglich in Gebirgen der nördlichen Breiten, wo sie Kälte und Schnee trotzen. Die Kreuzung Dryas x suendermannii entstand um 1910 in der Pflanzengärtnerei Sündermann in Lindau am Bodensee.
Wuchs
Dryas x suendermannii ist besonders starkwüchsig. Die sehr langlebigen, stark verholzenden Zwergsträucher wachsen als flache Polster mit den Jahren zu ausgedehnten Matten heran. Dabei überzieht die Silberwurz-Art auch größere steinige Flächen. Sie wird zwischen 5 und 15 Zentimetern hoch und zwischen 20 bis 30 Zentimetern breit.
Blätter
Die robusten, elliptischen Blätter sind wechselständig angeordnet und besitzen einen gekerbten Blattrand. Auf der Oberseite erscheinen die Blätter glänzend dunkelgrün und runzelig, auf der Unterseite sind sie weißfilzig behaart.

Von Mai bis Juni öffnen sich die weißen Blütenblätter der Garten-Silberwurz. Im Inneren leuchten gelbe Staubgefäße
Blüten
Die zunächst weiß-gelblichen, leicht gebogenen Knospen entfalten sich von Mai bis Juni zu meist acht schalenförmig angeordneten Blütenblättern in strahlendem Weiß. Im Zentrum der halb nickenden Blüten sitzt ein Büschel leuchtend gelber Staubgefäße.
Früchte
Nach der Blütezeit zieren federartige Samenstände die niedrigen Sträucher. Je nach Sonneneinstrahlung schimmern sie silbrig.
Standort
Die Garten-Silberwurz liebt einen luftigen, sonnigen Standort.
Boden
Dryas x suendermannii gedeiht in jedem mäßig trockenen bis frischen, gut durchlässigen, humosen, kalkhaltigen Boden. Als ursprüngliche Alpenpflanze kommt die Silberwurz auch mit flachgründigem, steinigem Boden zurecht.
Pflanzung
Da die Garten-Silberwurz manchmal schlecht anwächst, sollte man sie mit Ballen ein- oder umsetzen. 10 bis 12 Pflanzen reichen in der Regel pro Quadratmeter aus. Wählen Sie einen Pflanzabstand von etwa 30 Zentimetern.
Pflege
Einmal eingewachsen, benötigt die Garten-Silberwurz kaum Pflege. Sie ist sehr genügsam, solange sie genügend Licht bekommt. Werden die Pflanzen zu groß, kann man sie nach der Blüte in Form schneiden.
Teilen
Dryas x suendermannii können Sie nach der Blüte teilen. Umstechen Sie dazu die Pflanze mit einem Spaten, heben Sie die Pflanze aus der Erde und teilen Sie den Wurzelballen in mehrere Stücke. Die Teilstücke werden anschließend in die gelockerte Erde am neuen Standort gesetzt.

Die Garten-Silberwurz eignet sich gut für Steingärten, wo man sie zwischen größere Felsen setzen kann
Verwendung
Die Garten-Silberwurz bildet im Steingarten und auf kiesigen Flächen dichte Teppiche. Aufgrund ihrer starken Wuchskraft empfiehlt sich Dryas x suendermannii allerdings nur für größere Flächen. Da die Pflanzen sehr langlebig sind, sollte man den Standort sorgfältig auswählen, damit sie dort möglichst ungestört wachsen können. Zum Kombinieren eignen sich alle Polsterstauden des Steingartens. Hübsche Begleiter sind zum Beispiel niedrige Glockenblumen (Campanula), Pfingstnelken (Dianthus gratianopolitanus), Schleierkraut (Gypsophila paniculata), Rotes Seifenkraut (Saponaria ocymoides) und Wildtulpen (Tulipa). Eingesetzt wird der Zwergstrauch auch gerne bei der Begrünung von Dächern und auf Gräbern.
Vermehrung
Dryas x suendermannii können Sie durch Teilung, grundständige Stecklinge im Frühsommer und durch Kopfstecklinge im Spätsommer und Herbst vermehren. Aber Achtung: Die Stecklinge sollten Sie nur flach und schräg in das Substrat stecken, da sie nur auf diese Weise anwurzeln. Ehe man den durch Stecklinge vermehrten Nachwuchs an seinen endgültigen Platz versetzt, sollte man warten, bis die Pflanzen einen üppigen Wurzelballen gebildet haben. Alternativ lässt sich der Kaltkeimer aus Samen heranziehen. Dabei werden die Silberwurz-Arten am besten durch Aussaat gleich nach der Samenreife im Sommer unter Glas vermehrt. Trocken gelagertes Saatgut muss vor der Aussaat kalt stratifiziert werden, um die Keimhemmung abzubauen.
Krankheiten und Schädlinge
Generell ist die Garten-Silberwurz sehr robust. Staunässe sollten Sie allerdings vermeiden, da sie darauf sehr empfindlich reagiert.