Pflanzen

Klivie, Riemenblatt

Clivia miniata

Die Klivie gilt – trotz großer Beliebtheit – als schwierige und blühfaule Zimmerpflanze. Mit diesen Pflegetipps bringen Sie das Riemenblatt garantiert zum Blühen.

Wuchshöhe
von 60 cm bis 70 cm
Wuchseigenschaften
  • ausladend
  • aufrecht
  • überhängend
Blütenfarbe
  • gelb
  • orange
  • rot
Blütezeit (Monat)
  • Februar bis Mai
Blütenform
  • Dolden
  • Trichter
Blattfarbe
  • grün
Blattform
  • ganzrandig
  • lang
  • schwertförmig
Blatteigenschaften
  • immergrün
Fruchtfarbe
  • rot
Fruchtform
  • Kapsel
Licht
  • absonnig
Bodenart
  • lehmig
Bodenfeuchte
  • frisch
ph-Wert
  • schwach sauer
Nährstoffbedarf
  • nährstoffreich
Zier- oder Nutzwert
  • Blütenschmuck
  • Blattschmuck
  • malerischer Wuchs
Verwendung
  • Innenraumbegrünung
  • Pflanzgefäße
  • Wintergarten
Gartenstil
  • Topfgarten

Herkunft

Die Klivie (Clivia miniata), häufig auch Riemenblatt genannt, stammt ursprünglich aus der südafrikanischen Provinz Natal. Bereits seit 1854 wird sie als Kulturpflanze gehalten und hat sich von England aus rasch verbreitet. Heute gilt sie weltweit als eine der beliebtesten blühenden Zimmerpflanzen. Botanisch zählt sie zur Familie der Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae). Wie die meisten von ihnen, ist auch das Riemenblatt in allen Teilen giftig. Tragen Sie daher bei allen Pflegemaßnahmen stets Handschuhe.

Wuchs

Die 60 bis 70 Zentimeter hohe Klivie trägt lange, dunkelgrüne, derb-fleischige Blätter, denen sie vermutlich auch den Beinamen Riemenblatt verdankt. Anstatt einer Zwiebel hat sie fleischige Wurzeln, aus denen sich ein zwiebelähnlicher Stamm aus Blattscheiden erhebt.

Blätter

Die schwertförmigen Blätter des Riemenblatts sind im Vergleich zu anderen Amaryllisgewächsen wie dem Ritterstern mit sechs Zentimetern verhältnismäßig breit. Sie wachsen bogenförmig überhängend und verleihen der Zimmerpflanze auch außerhalb der Blütezeit ein ansprechendes Aussehen.

Blüten

Die Klivie ist eine Frühblüherin und öffnet ihre orange- bis rotfarbenen Blüten bereits von Februar bis Mai. Diese stehen an einem langen Schaft und in Dolden, die sich aus bis zu 20 Trichterblüten zusammensetzen.

Früchte

rote Kapselfrüchten der Klivie

In den roten Kapselfrüchten der Klivie befinden sich die Samen

Die Fruchtstände des Riemenblatts bestehen aus runden Kapseln, die sich mit zunehmender Reife rot ausfärben.

Standort

Klivien mögen keine direkte Sonne, brauchen aber viel Licht. Im Sommer fühlen sie sich auch auf der Terrasse, dem Dachgarten oder dem Balkon wohl. Auf Standortveränderungen während der Blüte reagiert die Clivia ein wenig zickig. In der Praxis hat es sich bewährt, den Topf mit einem Punkt zu markieren, um ihn immer wieder in gleicher Position aufstellen zu können. Sonst kann es zu Blütenfall kommen.

Standort

Das Riemenblatt benötigt ein möglichst nährstoffreiches, lehmhaltiges und locker-durchlässiges Substrat. Ein pH-Wert von circa 6 wird empfohlen.

Gießen

Halten Sie den Wurzelballen gleichmäßig feucht. Wird die Klivie zu wenig oder zu viel gegossen, werden ihre Blätter runzelig und verlieren ihre tiefgrüne Farbe. Einmaliges Austrocknen ist nicht so schlimm wie Staunässe. Im Winter sparsam gießen, sodass der Ballen fast trocken ist. Nach der winterlichen Ruhe wird die Pflanze nach und nach wieder normal gegossen.

Düngen

Von März bis Oktober wird die Klivie in einem ein- bis zweiwöchigen Rhythmus mit Blumendünger versorgt.

Umtopfen

Umtopfen ist erst nötig, wenn die Wurzeln die Topfoberfläche bedecken. Das ist beim Riemenblatt ungefähr alle drei bis vier Jahre der Fall. Achten Sie beim Umtopfen darauf, dass die fleischigen Wurzeln nicht beschädigt werden – sie sind sehr empfindlich. Der Topf sollte im Durchmesser etwa zwei Zentimeter größer sein als der alte. Um zu verhindern, dass die stark in die Breite wachsende Pflanze umfällt, verwenden Sie am besten schwere Übertöpfe.

Schneiden

Die einzigen Schnittmaßnahmen, die bei der Klivie anfallen, sind das Schneiden der Fruchtstände nach der Blüte und – etwas später – das Entfernen der abgestorbenen Schäfte.

Sonstige Pflege

Hobbygärtner beklagen sich oft darüber, dass ihre Klivie nicht blüht. Clivia miniata benötigt nämlich einen Kältereiz, um Blüten auszubilden. Dazu muss ab Oktober unbedingt eine mindestens zweimonatige Ruhezeit eingehalten werden, bei der die Pflanze kühlen Temperaturen zwischen zehn und zwölf Grad Celsius ausgesetzt ist.

Klivie Sorte Clivia miniata ‘Aurea’

Clivia miniata ‘Aurea’ beeindruckt mit gelben Blüten

Sorten

Sorten des Riemenblatts sind leider nicht ganz einfach aufzutreiben. Die Suche lohnt sich aber. Empfehlenswert sind zum Beispiel Clivia miniata ‘Striata’, die über herrlich gelb-grün panaschiertes Laub verfügt, oder die gelb blühende ‘Aurea’. Diese Sorte wird manchmal auch als Varietät unter den Namen Clivia miniata var. flava oder var. citrina geführt.

Vermehrung

Die Klivie bildet nach der Blüte Tochterpflanzen, sogenannte Kindel. Sie werden beim Umtopfen vorsichtig von der Stammpflanze getrennt und einzeln in Töpfe gesetzt. Nach einigen Wochen an einem hellen Standort haben die Kindel Wurzeln gebildet. Als Anzuchterde eignet sich Blumenerde, die mit Torf und grobem Sand vermischt wird.

Krankheiten und Schädlinge

Das Riemenblatt ist kaum krankheitsanfällig. Auch von ernsthaften Problemen mit Schädlingen ist nichts bekannt.

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