Lebensbaum und Scheinzypresse: Vorsicht beim Schnitt
Wer eine ungepflegte Hecke aus Lebensbaum (Thuja) oder Scheinzypresse wieder in Form bringen will, muss vorsichtig zu Werke gehen: Die Nadelbäume vertragen keinen starken Rückschnitt.
Ein regelmäßiger Rückschnitt ist wichtig, damit die Hecke nicht außer Form gerät. Das gilt besonders für Lebensbaum (Thuja) und Scheinzypresse, denn diese Gehölze vertragen wie fast alle Nadelbäume keinen Rückschnitt bis in das alte Holz. Haben Sie eine Thuja- oder Scheinzypressen-Hecke mehrere Jahre lang nicht geschnitten, bleibt Ihnen meist nichts anderes übrig, als sich mit der jetzt wesentlich breiteren Hecke anzufreunden oder sie komplett zu ersetzen.
Rückschnitt: So wird’s gemacht
Aber wie erkennt man eigentlich, wie weit eine Lebensbaum- oder Scheinzypressenhecke zurückgeschnitten werden darf? Ganz einfach: Solange die verbliebenen Zweigabschnitte noch ein paar kleine grüne Blattschuppen besitzen, treiben die Koniferen zuverlässig wieder aus. Selbst wenn Sie ein paar besonders lange Triebe entlang der Heckenflanken bis in den verholzten, blattlosen Bereich zurückgestutzt haben, ist das noch kein Problem, denn durch den Rückschnitt entstandene Lücken werden in der Regel von anderen, noch austriebsfähigen Seitentrieben bald wieder geschlossen. Ein irreparabler Schaden entsteht erst, wenn Sie die komplette Heckenflanke so stark zurückschneiden, dass kaum noch Zweige mit grünen Blattschuppen vorhanden sind.

So stark zurückgeschnittene Lebensbaum-Hecken werden nie wieder dicht
Lebensbaum-Hecken in der Höhe stutzen
Wenn eine Lebensbaum- oder Scheinzypressen-Hecke zu hoch geworden ist, können Sie sie hingegen stärker stutzen, indem Sie einfach die einzelnen Stämme mit einer Astschere auf die gewünschte Höhe zurückschneiden. Aus der Vogelperspektive betrachtet ist die Heckenkrone danach natürlich kahl, aber binnen weniger Jahre richten sich einzelne Seitenzweige auf und schließen die Krone wieder. Aus ästhetischen Gründen sollten Sie eine Lebensbaum- oder Scheinzypressen-Hecke aber nicht weiter als bis auf Augenhöhe kappen, damit man nicht von oben in das kahle Geäst hineinschauen kann.
Übrigens: Da Lebensbaum und Scheinzypresse sehr frosthart sind, ist ein solcher Rückschnitt auch in den Wintermonaten jederzeit möglich.