Tomatenhaus selber bauen: So geht’s
Tomaten sind unser liebstes Gartengemüse, werden aber leider gerne von der Braunfäule befallen. In einem Tomatenhaus bleiben sie gesund und liefern wochenlang leckere Früchte. So können Sie ein Tomatenhaus selber bauen.

Ein Tomatenhaus ist auch in wärmeren Lagen zu empfehlen. Auch eine einfache, selbstgebaute Folienüberdachung bietet ausreichend Schutz vor Wind und Regen
Ein Tomatenhaus, ob selbstgebaut oder gekauft, bietet Tomaten optimale Wachstumsbedingungen. Denn die wichtigste Voraussetzung für einen erfolgreichen Tomatensommer ist ein sonnig-warmer Platz, an dem ständig ein leichtes Lüftchen weht. Ein an den Seiten offenes Tomatenhaus bietet reichlich Durchzug, dennoch sind die Tomaten vor Schlagregen und Gewitterböen geschützt. Selbst im Hochsommer steigen die Temperaturen darunter nie über 35 Grad Celsius an. Im Gewächshaus hingegen ist Hitze häufig die Ursache für hohle oder missgebildete Früchte.
Ein Tomatenhaus schützt vor Wind und Wetter
Tomatenkrankheiten wie die Braunfäule werden durch Wind und Regen verbreitet. Einen hundertprozentigen Schutz dagegen gibt es nicht. Selbst im Gewächshaus ist ein Befall nicht auszuschließen, außerdem können sich durch die höhere Luftfeuchtigkeit dort auch andere Pilzerreger rasch vermehren. Meist schreitet die Krankheit unter Glas oder Folie aber erheblich langsamer fort.
Fertige Tomaten-Gewächshäuser gibt es im Handel, mit ein bisschen handwerklichem Geschick können Sie ein Tomatenhaus aber auch selbst bauen – das Material gibt es für wenig Geld im Baumarkt.
Hören Sie jetzt rein und werden Sie zum Tomatenprofi!
Nicht nur ein Tomatenhaus kann dazu beitragen, dass man viele leckere Tomaten erntet. Was bei der Pflanzung und Pflege sonst noch wichtig ist, das verraten Ihnen die Experten Nicole Edler und Folkert Siemens in dieser Folge unseres Podcasts "Grünstadtmenschen". Reinhören lohnt sich!
Schritt für Schritt: Tomatenhaus selber bauen


Für das Tomatenhaus stechen Sie die Grasnarbe auf einer rechteckigen Fläche ab. Das Haus sollte nach Süden ausgerichtet sein. Zu Beginn werden die Pfostenhülsen mit einem Vorschlaghammer in den Boden geschlagen. Eine Einschlaghilfe verhindert, dass das Metall dabei Schaden nimmt.


Dann werden die großen Kanthölzer eingesetzt und festgeschraubt. Zuvor kürzt man zwei der Hölzer ein, damit das Dach später eine leichte Neigung bekommt. Mit Kanthölzern und Metallwinkeln verbinden Sie das Grundgerüst nun am oberen Ende zu einem Rahmen. Das Anbringen von Zwischenleisten sorgt für Stabilität.
Tipps für den Anbau von Tomaten
Bei hochwachsenden Tomaten-Sorten ist es sinnvoll, die jungen Triebe an einem Stab anzubinden, damit sie gerade wachsen und ausreichend Stabilität bekommen. Denn spätestens wenn die ersten Früchte reifen, haben die Himmelsstürmer viel Gewicht zu tragen. Das Ausgeizen von Tomaten ist eine regelmäßige Pflicht. Dabei werden Nebentriebe, die in den Blattachseln wachsen, vorsichtig mit den Fingern ausgeknipst. Das fördert ein gleichmäßiges Wachstum von Früchten und Stamm.

Auch beim Anbau von Tomaten in alten Fässern ist ein Regendach Pflicht
Je nach Sorte werden die Früchte zwischen Juni und Oktober geerntet. Blüten, die sich ab Ende August bilden, sollte man entfernen. Die Tomaten würden nicht mehr ausreifen, dem Boden aber dennoch Nährstoffe und Wasser entziehen. Viele Sorten lassen sich auch im Kübel kultivieren. Wichtig: Tomaten brauchen viel Sonne, Wasser und Dünger. Dennoch mögen sie keine Staunässe, sodass für ausreichend Wasserablauf gesorgt sein sollte. Auch für Tomaten im Topf ist ein überdachter Platz ideal.
Praxis-Video: Tomaten richtig pflanzen
Ob im Gewächshaus oder im Garten: Wir zeigen Ihnen in diesem Video, wie Sie Tomaten richtig einpflanzen.