Pflanzen

Weihrauchzeder

Calocedrus decurrens

Die vielen immergrünen Formen der Weihrauchzeder bringen exotisches oder mediterranes Flair in den Garten. Pflegeleicht sind die Pflanzen alle. 

Wuchstyp
  • Großbaum
Wuchshöhe
von 3000 cm bis 4000 cm
Wuchseigenschaften
  • säulenförmig
  • aufrecht
Blütenfarbe
  • gelb
Blütezeit (Monat)
  • März bis April
Blütenform
  • Zapfen
Blüteneigenschaften
  • einhäusig
Blattfarbe
  • grün
Blattform
  • schuppenförmig
Blatteigenschaften
  • immergrün
Fruchtfarbe
  • braun
Fruchtform
  • Zapfen
Licht
  • sonnig bis halbschattig
Bodenart
  • steinig bis tonig
Bodenfeuchte
  • mäßig trocken bis mäßig feucht
ph-Wert
  • schwach alkalisch bis schwach sauer
Kalkverträglichkeit
  • kalkempfindlich
Nährstoffbedarf
  • nährstoffreich
Humus
  • humusreich
Zier- oder Nutzwert
  • malerischer Wuchs
Giftigkeit
  • ungiftig
Winterhärte
  • winterhart
Klimazonen nach USDA
  • 6
Verwendung
  • Einzelstellung
  • Landschaftsgehölz
  • Sichtschutz
Gartenstil
  • Parkanlage
  • Waldgarten

Herkunft

Die Kalifornische Weihrauchzeder – auch kurz Weihrauchzeder genannt – ist eine Art der Gattung Calocedrus, die mit insgesamt drei Arten im subtropischen Asien sowie im nordamerikanischen Pazifikraum vertreten ist. Calocedrus decurrens wächst natürlich in den Gebirgen Kaliforniens und Oregons – also keineswegs an Flüssen, wie der zweite deutsche Name Flusszeder vermuten lässt.

Wuchs

Die immergrüne Kalifornische Weihrauchzeder wächst in ihrem Ursprungsgebiet zu einem über 40 Meter hohen Baum heran. Typisch ist eine schmale Säulenform, sehr kurz sind die seitlich abstehenden Äste der Bäume. Meist wachsen sie waagerecht zur Seite, biegen manchmal abrupt himmelwärts ab, sodass sie sich parallel zum Stamm nach oben entwickeln. Im Alter geht die Krone unregelmäßig in die Breite. Die abgeflachten Zweige verzweigen sich nur in einer Ebene, sie sind auf beiden Seiten glänzend grün gefärbt. Vor allem an alten Bäumen fällt die fast orangefarbene, dicke Borke auf, die sich in Platten ablöst. Typisch sind sich stark verbreiternde Wurzelanläufe und eine Herzwurzel. Das rötliche Holz ist dauerhaft und leicht zu bearbeiten, gern wird es für Dachschindeln verwendet.

Blätter

Die immergrünen, leder- und schuppenartigen Blätter der Bäume stehen über Kreuz. Sie wirken vierreihig, sind aber in zwei Paaren angeordnet. Sie bestehen aus zwei seitlichen Kantenblättern und zwei Flächenblättern. Die lanzettförmigen Kantenblätter der Kalifornischen Flusszeder sind gekielt und biegen sich leicht nach oben. Sie überlagern wenigstens zum Teil die breiteren Flächenblätter. Im Aussehen erinnern die Blätter, die zerrieben aromatisch duften, stark an Thuja.

Weihrauchzeder ‘Berrima Gold’

Die gelb-grünen Nadeln der Weihrauchzeder ‘Berrima Gold’ nehmen im Herbst einen kräftigen Orangeton an

Blüten

Die Weihrauchzeder ist einhäusig, die Blütenzapfen der Pflanze sind unscheinbar und stehen an den Enden von Trieben. Männliche Blütenzapfen der Bäume sind auffällig gelb gefärbt.

Früchte

Calocedrus decurrens bildet eiförmige, manchmal auch längliche Zapfen aus, die aus sechs Schuppen bestehen. Der Zapfen ist etwa zweieinhalb Zentimeter lang und verfärbt sich von gelbbraun zu rotbraun.

Standort

Die Weihrauchzeder ist frosthart und bevorzugt einen sonnigen oder halbschattigen Standort. Sommertrockenheit wird von dem Baum gut toleriert, das kennt die Pflanze aus ihrer Heimat.

Boden

Die Weihrauchzeder stellt keine besonderen Ansprüche an den Boden, Kalk wird von Calocedrus decurrens gemieden. Zwischen grobem Sand und schwerem Ton wird fast jeder Boden von den Pflanzen akzeptiert – Wasserdurchlässigkeit vorausgesetzt.

Weihrauchzedern pflanzen

Die Pflanzung der Weihrauchzeder erfolgt in ein ausreichend großes Pflanzloch, dessen Sohle frei von Staunässe ist.

Pflege

An einem passenden Standort ist keine Pflege der Weihrauchzeder notwendig.

Schnitt

Ohne Schnitt entwickelt sich bei allen Sorten von Calocedrus decurrens der Habitus am schönsten.

Winterschutz

Winterschutz ist nur bei frisch gepflanzten Bäumen notwendig. Er besteht aus einer gemulchten Baumscheibe, bei Trockenheit sollte man wässern.

Verwendung im Garten

Die Weihrauchzeder ist eine Rarität, die vor allem in botanischen Gärten oder Parks kultiviert wird. Für kleinere Gärten eignen sich vor allem die Zierformen – besonders die Säulenformen schaffen mediterranes Flair.

Sorten

Calocedrus decurrens ‘Aureovariegata’ ist eine langsam wachsende gelbbunte Sorte, ‘Maupin Glow’ changiert zwischen Senfgelb und Smaragdgrün. Die Auslese ‘Berrima Gold’ hat zitronengelbe Sommernadeln, die sich im Herbst orange verfärben. Bei ‘Glauca’ dominiert ein Blauton, ‘Columnaris’ und ‘Pillar’ sind säulenförmige Vertreter.

Vermehrung

Der Aussaat der Samen sollte eine Kältebehandlung vorausgehen. Stecklinge von Calocedrus decurrens kann man gewinnen, allerdings bewurzelt sich nur ein geringer Prozentsatz.

Krankheiten und Schädlinge

Verschiedene Pilze zersetzen vor allem im höheren Alter den Stamm der Weihrauchzeder. Ein Rostpilz, der auf der Rinde siedelt, kann einzelne Äste vom Baum absterben lassen oder Hexenbesen hervorrufen. Zwischenwirte des Pilzes sind Felsenbirne oder Weißdorn.

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